Vorbereitung

Vorbereitung aufs Referendariat: acht Dinge, die dir das erste Halbjahr leichter machen

Kurz gesagt: Die meiste Kraft kostet im Referendariat nicht der Unterricht, sondern alles drumherum: Planung, Ablage, Prüfungen, Fristen. Wer vor dem Start Ordnung schafft, Versicherung und Geld klärt und feste freie Zeit einplant, hat im ersten Halbjahr den Kopf für das Wesentliche frei.

1. Lies die Ausbildungsordnung deines Landes

Jedes Land regelt Ausbildung und Prüfung in einer eigenen Verordnung. Dort steht, wie viele Unterrichtsbesuche es gibt, wie die Prüfung abläuft und welche Fristen gelten. Eine Stunde Lesen erspart dir später viele Fragen im Seminar.

2. Kläre Versicherung und Beihilfe, bevor es losgeht

Am ersten Tag bist du Beamter auf Widerruf, und deine Krankenversicherung muss ab diesem Tag gelten. Wer das im Stress der ersten Wochen nachholt, riskiert eine Lücke. Der Ref-Check zeigt dir in fünf Minuten, was bis wann fällig ist.

3. Richte eine Ablage ein, die mitwächst

Unterrichtsentwürfe, Materialien, Rückmeldungen aus Besuchen: Nach einem Halbjahr sind das Hunderte Dateien. Lege von Anfang an eine feste Ordnerstruktur nach Fach, Klasse und Reihe an. Was du einmal gut gemacht hast, findest du so wieder.

4. Plane Unterricht in Reihen, nicht in Einzelstunden

Wer jede Stunde einzeln plant, plant jeden Abend neu. Eine Reihe von sechs bis acht Stunden mit klarem Ziel spart Zeit und macht Unterrichtsbesuche leichter, weil die besuchte Stunde einen Platz im Ganzen hat.

5. Nutze Seminar, Mentoren und Hospitationen früh

Hospitiere in den ersten Wochen so oft wie möglich, auch fachfremd. Frag deine Mentoren nach Material und Erfahrungen. Niemand erwartet, dass du alles selbst erfindest.

6. Rechne mit einem knappen Budget

Die Anwärterbezüge liegen deutlich unter dem späteren Gehalt. Rechne Miete, Fahrten und Krankenversicherung ein. Bewahre Belege für Arbeitsmittel, Fahrten und Fortbildungen auf, sie zählen in der Steuererklärung als Werbungskosten. Viele Studierendenrabatte fallen weg. Für Lehrkräfte gibt es mit der ITIC einen eigenen internationalen Ausweis, ob er dir als Referendar zusteht, regelt der Anbieter.

7. Schütze deine Zeit, bevor andere sie verplanen

Lege von Anfang an feste freie Zeiten fest, mindestens einen halben Tag pro Woche. Das Referendariat ist anstrengend. Wer früh Grenzen setzt, hält länger durch.

8. Vernetze dich mit anderen Referendaren

Eine feste Gruppe aus dem Seminar teilt Material, Fristen und Sorgen. Gewerkschaften wie GEW, VBE oder Philologenverband bieten außerdem Beratung und Rechtsschutz in Dienstsachen, oft auch eine Berufshaftpflicht.

Punkt 2 in zwei Minuten erledigt: Der Ref-Check zeigt dir alle Fristen für dein Land.

Ref-Check starten

Zur Checkliste mit 20 Punkten und Fristen

Häufige Fragen zur Vorbereitung

Wie bereite ich mich am besten auf das Referendariat vor?

Lies die Ausbildungs- und Prüfungsordnung deines Landes, kläre Versicherung und Beihilfe vor dem Start, richte eine digitale Ablage ein und plane Unterricht in Reihen statt in Einzelstunden. Und plane feste freie Zeit ein, bevor der Kalender voll ist.

Wie viel Geld habe ich im Referendariat?

Du bekommst Anwärterbezüge. Ihre Höhe hängt vom Land und vom Lehramt ab und ist deutlich niedriger als das spätere Gehalt. Plane mit einem knappen Budget und rechne die Kosten für die Krankenversicherung ein.

Gibt es für Referendare Rabatte wie im Studium?

Mit dem Ende des Studiums fallen viele Studierendenrabatte weg. Für Lehrkräfte gibt es mit der ITIC einen eigenen internationalen Ausweis. Ob er dir als Referendar zusteht, regelt der Anbieter.